Vorgehensweise
Vorgehensweise
Der Beritt erfolgt individuell, nach den körperlichen Gegebenheiten Ihres Pferdes.
Dazu mache ich zunächst eine Analyse des Bewegungsablaufes: z.B. Wie weit ist das Pferd davon entfernt, über den Rücken, gehen zu können?
z.B.
- tritt es weit hinten raus
- läuft es unter dem Körper durch
- liegt es stark in der Kurve
- große Schritte
- kleine Schritte
- viel oder keine Knieaktion
- gerades oder verdrehtes Becken
- verkürzte Oberlinie (Sternengucker)
- hat das Pferd eine Schubübertragung
um nur einige zu nennen.
Dies erkennt man schon beim Freilaufen des Pferdes.
Das Training beginnt an der Longe, mit Trense ohne Sattel. Zunächst wird das Pferd in die Lage versetzt,ausbalanciert und rhytmisch im Kreis zu laufen.
Die Pferde werden an der Longe nicht ausgebunden, um die Balance nicht zu stören.
Merke:
Ein gutes Pferd braucht man nicht auszubinden!
Ein "schlechtes" Pferd darf man nicht ausbinden!
Sofern sich erste kleine Erfolge in Richtung Schubübertragung zeigen, wird das Pferd zeitgleich zum Longentraining an den Sattel gewöhnt.
Sobald auch mit Sattel, Erfolge zu erkennen sind, kommt das Reitergewicht dazu.
Es mag für den einen oder anderen Pferdebesitzer langwierig erscheinen, aber je besser ich die reiterlichen Voraussetzungen: Schub, Tragkraft und Rückentätigkeit geschaffen habe , um so schneller kann ich ohne Probleme mit dem Pferd losreiten.
Versuche ich vorher, das Pferd zu reiten, schaffe ich mir ungeahnte Probleme und das Pferd verliert das Vertrauen.
Diese erste Phase dauert je nach Zustand des Pferdes 4-8 Wochen.
Nach 8 Wochen kann man, von "angeritten", sprechen.
Erst die folgenden 8 Wochen bringen die nötige Routine und Sicherheit.
Diese Zeit sollten Sie Ihrem Pferd gönnen, um ein schonendes Anreiten zu ermöglichen.
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